Canon EOS 7D – erste Eindrücke.

Heute hat Canon die neue EOS 7D vorgestellt.

Das klingt zunächst nach einer “größeren” 5D und tatsächlich hat sie einige Features, die den Besitzern der 5D das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.
Allerdings gibt einen signifikanten Unterschied – den APS-C Sensor mit einem Crop Faktor von 1,6.

Seit die D5 von der Videogemeinde entdeckt wurde war einer der größten Stolpersteinen die schrägen Bildraten. Die Canon Entwickler haben der neuen Kamera das mitgegeben, was sie der D5 nicht mitgeben konnten oder wollten.

So bietet die D7 endlich brauchbare Bildraten im Videobereich.

Bei 1920 x 1080 = 24p (23.976), 25p und 30p (29.97)
Bei 720p = 50p oder 60p (59.94)
Sowie SD Video = 50p or 60p (59.94).

So wie es aussieht haben die Canon Ingenieure endlich mal die Bitten ihrer Kunden erhört. Allerdings nicht in Form einer neuen Firmware für die D5 sondern in Form einer neuen Kamera.

Auch andere Teile der D5 Firmware Wunschliste finden sich hier, wie die volle manuelle Kontrolle über Blende, Belichtung usw.

Allerdings scheint die Kamera immer noch das unselige Line Skipping zur Erzeugung der HD Videos zu benutzen. Das beschert uns weiterhin das bekannte Sägezahn Problem.

Auch wenn der neue Doppelprozessor das Rolling Shutter/Jello Problem etwas entschärft, ganz vom Tisch ist die Sache noch immer nicht. Ebenso gibt es immer noch keinen vernünftigen Autofokus während der Video Aufnahme.

Ja, ich weiß, Profis ziehen von Hand scharf – ich mache das auch meistens, allerdings ergeben sich – dank der Größe – öfter Run & Gun Situationen bei denen ein Autofokus eine sehr nette Zusatzoption wäre. Ganz zu schweigen von Steadicam Arbeit.

Was fehlt der 7D?

Autofokus – siehe oben.
Eine Focus in Red Funktion, wie bei den Panasonic Field Monitoren.
Ein Ausklapp-Display wäre in einigen Situationen ebenfalls hilfreich.

Ganz oben auf meiner persönlichen Liste steht ein Full HD HDMI Ausgang.
Momentan liefert er nur SD Video.

Full-Frame Sensor.

Viele betrachten den APS-C Sensor (22.3 x 14.9)mit einem Crop Faktor von 1,6. als ein Kaufhemmnis.
Allerdings ist der verdammt nahe am 35mm Film Negativ (24,88 x 18.66) dran, viel näher als der Full Sensor der D5 (36 x 24). Der Sensor der RED liegt irgendwo dazwischen (24.4 x 13.2).

Und wie sieht es mit der eigentlichen Bestimmung der D7, Photos zu machen aus?

Nun wie alle Bayer Chip Kameras leidet sie – im Vergleich zu einem echten Negativ- oder Diafilm – unter der systembedingten Unschärfe des Demosaik-Algorythmus.

Siehe unten:

Vergleich

Geradezu enttäuschend ist der direkte Vergleich mit einer 600 Euro Knipse wie der Olympus E-P1.

Vergleich2

Richtig. Quasi kein Unterschied – richtig scharf sind sie beide nicht.
Allerdings kämpft die D7 noch mehr mit Chromatischen Abverationen.

Unabhängig von solcher Pixelzählerei ist die D7 – vor allem für DEN Preis – mit Sicherheit eine hervorragende Kamera. Sie kann zwar weder in der Schärfe noch im Lowlight Bereich mit der D5 mithalten, dafür macht sie erstaunliche Filme in brauchbaren Bildraten.

http://cweb.canon.jp/camera/eosd/eosmovie/index.html

Da die 30 fps der D5 bei meiner Arbeitsweise kein Rolle spielen, DOF und Lowlight aber sehr wohl würde ich die Vollformat Maschine jederzeit bevorzugen.

by Frank Glencairn

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