Adobes „Mercury Playback Engine“ beschleunigt Videoanwendungen durch Cuda Technologie

In seinem Blog „The Genesis Project“ hat Video-Spezialist Dennis Radeke von Adobe einige interessante Einblicke in die zukünftigen Technologien „unter der Haube“ von Programmen wie Premiere gewährt. Auch dort sind die Zeiten vorbei, in denen man dem Hauptprozessor immer mehr Leistung abverlangen konnte. Stattdessen greift man auf die Grafikprozessoren zu.

Vor allem bei rechenintensiven Projekten wie dem Filmschnitt will Adobe in Zukunft eine Schnittstelle namens „Mercury Playback Engine“ einsetzen, die speziell an die CUDA-Technologie der Grafikprozessoren (GPU) von NVIDIA angepasst ist. Die Entscheidung dazu fiel bereits vor einiger Zeit, als die Alternative, OpenGL, noch nicht leistungsfähig genug war. Da im professionellen Filmschnittbereich vor allem GPUs von NVIDIA eingesetzt werden, habe man sich für CUDA entschieden, werde aber die OpenGL-Entwicklung im Auge behalten.

Der Leistungszugewinn sei das Hauptziel gewesen, so Radeke: „Zuletzt geht es um ein strategisches Ziel von Adobe: wir wollen es unseren Kunden ermöglichen, die volle Leistung ihrer aktuellen Rechner auszunutzen. Wir greifen schon jetzt auf die Fähigkeiten der Mehrkern-Prozessoren zurück, aber um noch mehr herauszuholen, benutzen wir CUDA und das Mercury Playback Engine.“

Für die, die keinen Filmschnitt machen: John Nack vom Adobe Photoshop Team hat versichert, dass man auch daran arbeite, zahlreiche Entwicklungen zu übernehmen, um auch für die Bildbearbeitung stärker die GPU ausnutzen zu können. Allerdings könne er und auch Dennis Radeke keinen Zeitpunkt nennen, wann „Mercury“ in neuen Produkten zum Einsatz komme.

Hierbei handelt es sich um nicht weniger, als eine voll CUDA-beschleunigte Wiedergabe-Engine, die auch noch acht P2 Clips inklusive Farbkorrektur und Blurs in Echtzeit abspielen kann.
Selbst vier Red 4K Clips sollen in Echtzeit möglich sein.
Eine erfreuliche Ankündigung ist auch, dass nicht nur Quadro GPUs sondern auch die GTX285 unterstützt werden sollen. Diese Grafikkarte liegt momentan im 300 Euro Bereich, was für die gebotene Leistung sicherlich nicht zu viel verlangt ist.
Da über Dynamic Link mittlerweile Premiere und After Effects sich eine Playback-Engine teilen können, könnte es sogar sein, dass auch After Effects von dieser Technologie profitiert.

Frank Glencairn

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